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Von Skagen zurück nach Hohenfelde

In Skagen stürmt und regnet es einen ganzen Tag lang, so dass wir uns kaum vor die Tür trauen. Unser Campingplatz bietet schnelles W-Lan, so dass wir die Zeit nutzen, längst fällige Berichte zu schreiben. Allerdings ist der super ausgestattete und blitzsaubere Platz so teuer, dass wir uns keine 2. Nacht leisten können. Es stürmt immer noch, als wir mit dem Auto zum nördlichsten Parkplatz Dänemarks fahren, aber zum Glück gießt es nicht mehr ständig. Der Parkplatz ist riesig, es gibt Kioske und ein großes Restaurant und auf einem Infoschild lesen wir, dass jedes ja um 1 Million Besucher hier aufschlagen. Das erklärt die Infrastruktur. Um diese Jahreszeit ist es zu meiner Freude fast leer und wir machen uns zu Fuß auf den Weg zur Spitze. Zunächst geht es durch die Dünen, an Bunkern und dem Grab eines Dichters vorbei, später direkt am Strand entlang. Der Wind bläst uns den Sand in die Augen und das Gehen am Strand ist mühselig. Der Ausblick entschädigt jedoch allemal dafür. Ich liebe es, das Meer in all seiner Kraft und Macht zu spüren und an so einer Landspitze ist es fast so gut, wie früher vorn im Bugkorb vom Fridericus, der Segelyacht meiner Eltern.

8.10.2015 An der Spitze Skagens bei stürmischem Wind. Rechts die Ostsee, links die Nordsee.
8.10.2015 An der Spitze Skagens bei stürmischem Wind. Rechts die Ostsee, links die Nordsee.

An der Spitze angekommen, sammeln wir Muscheln und Steine und beobachten die Vögel. Es kommt tatsächlich ein „Touristen-Zug“ an und spuckt ein paar Menschen aus. Zum Glück nur wenige und wir können uns abseits halten und das Naturschauspiel genießen. Der Wind kommt aus Osten und so zeigt die Ostsee heute höhere Wogen als die Nordsee. Man kann genau sehen, wo die beiden Meere zusammenprallen.

8.10.2015 An der Sitze Skagens. Wind und Wellen haben fantastische Strukturen und Muster in den Sand gemalt.
8.10.2015 An der Sitze Skagens. Wind und Wellen haben fantastische Strukturen und Muster in den Sand gemalt.

Zurück am Auto kochen wir uns heißen Kakao, machen Pfannkuchen und freuen uns, dass es drinnen so gemütlich ist.
Nachmittags brechen wir gen Süden auf. Es regnet immer noch viel und so nutze ich den Tag zum Fahren.

8.10.2015 Überfahrt mit der Fähre
8.10.2015 Überfahrt mit der Fähre

Auch heute finden wir wieder problemlos eine Übernachtungsstelle auf einem Picknickplatz.
Am nächsten Tag rasten wir am wunderschönen Knudsö in der Nähe von Silkeborg und es kommt sogar die Sonne durch und wird wieder wärmer. Ich mache lange Spaziergänge mit Spike und Torge packt die Hängematte aus und macht sich einen gemütlichen Platz unter einem Baum.

9.10.2015 Wir verbringen den Tag an einem See, der Knudsö heißt.
9.10.2015 Wir verbringen den Tag an einem See, der Knudsö heißt.

Am nächsten Tag ist Fredericia unser Ziel, wo wir einen Couchsurfing Freund treffen, der uns vor 5 Jahren in Hohenfelde besucht hat. Nach einem netten Kaffeetrinken fährt Thomas mit uns an den Kleinen Belt. Ich bin sehr froh, dass er einen PKW organisiert hat, denn die Brücke ist doch sehr hoch und bekanntermaßen ist so etwas nicht mein Lieblingsaufenthaltsort…. Bei der Überfahrt sehen wir Fußgänger hoch über uns herumspazieren und Thomas erzählt, dass man hier „Bridgewalking“ Touren mit Guide buchen kann, um die Schweinswale im Kleinen Belt zu beobachten. Wir nähern uns der Fauna bodenständiger, denn Thomas hat Wathosen und große Kescher mitgebracht, um Krabben zu fischen. Mit der geraden Seite des Keschers fischt man direkt über dem Grund im Seegras. Das ist sehr anstrengend, da der Kescher schwer ist und sich oft im Seegras verhakt.

10.10.2015 Torge beim Krabbenfischen im Kleinen Belt.
10.10.2015 Torge beim Krabbenfischen im Kleinen Belt.

Es ist beeindruckend, was die beiden in einer halben Stunde alles aus dem kalten Wasser fischen.

10.10.2015 Thomas und Torge begutachten den Fang.
10.10.2015 Thomas und Torge begutachten den Fang.

Krebse und kleine Fische werden angeguckt und wieder frei gelassen – Spike interessiert sich auch sehr dafür bis ihn ein Krebs in die Nase zwickt.

10.10.2015 Die Krabben werden vor Ort gekocht und aufgegessen - sehr lecker!
10.10.2015 Die Krabben werden vor Ort gekocht und aufgegessen – sehr lecker!

Nach dem Verspeisen der Delikatesse sind alle recht durchgefroren und wir machen uns zu Spikes Freude auf zu einen Tobe-Spaziergang durch den Wald.
Thomas kennt sich super gut aus und zeigt und erklärt uns die Pilze.

10.10.2015 Ein prachtvoller, allerdings giftiger , Fliegenpilz
10.10.2015 Ein prachtvoller, allerdings giftiger , Fliegenpilz
10.10.2015 Ein Zauberpilz, vermutlich ein Maronenröhrling, der sich blau färbt, wenn man ihn anschneidet.
10.10.2015 Ein Zauberpilz, vermutlich ein Maronenröhrling, der sich blau färbt, wenn man ihn anschneidet.

Nach einem tollen Abendessen verbringen wir die Nacht auf dem Parkplatz vom SOLFANG, der Gemeinschaftswohnanlage in der Thomas wohnt, und fahren am nächsten Tag nach Kolding, um die Burg und die Stadt anzusehen.

11.10.2015 Die Burg von Kolding
11.10.2015 Die Burg von Kolding

Leider ist der Eintritt für Hunde verboten, so dass wir nur von außen gucken und dann weiterwandern in die Stadt. Leckerer Dänischer Apfelkuchen mit Kaffee rundet das tolle Treffen ab – Vielen Dank, lieber Thomas! Ich hoffe, wir treffen uns mal wieder!
Weiter geht’s Richtung Süden. Wir finden einen tollen Platz für das Abendbrot in Hjelsminde.

11.10.2015 Tolle Abendstimmung mit wunderschönen Licht in Hjelsminde
11.10.2015 Tolle Abendstimmung mit wunderschönen Licht in Hjelsminde

Danach geht’s weiter und wir übernachten kurz vor Apenrade. Der Plan, am nächsten Morgen die Stadt anzusehen, scheitert an umfassenden Bauarbeiten, die sämtliche Zufahrten zu den großen Parkplätzen blockieren und ich beschließe, nach Flensburg weiterzufahren. Es ist noch früh am Tag und Torge schläft noch, als ich in Flensburg am Hafen einen wunderschönen Platz mit einem defekten Parkscheinautomaten finde, so dass wir fast den ganzen Tag hier stehen können.

12.10.2015 Im Flensburger Museumshafen
12.10.2015 Im Flensburger Museumshafen

Beim Frühstück wird Torge von einer Wespe in’s Ohr gestochen und wir kühlen das. Nach einer Erholungspause zeigt er mir das schöne Flensburg, das er von einer Klassenreise im vergangenen Jahr ganz gut kennt.

12.10.2015 Auf dem Flensburger Museumsberg
12.10.2015 Auf dem Flensburger Museumsberg

Nach einem schönen Spaziergang gönnen wir uns einen Imbiss in einem netten Café und wandern dann durch den Hafen zurück zum Auto.

12.10.2015 Abendsonne vor der Museumswerft in Flensburg
12.10.2015 Abendsonne vor der Museumswerft in Flensburg

Abends geht es noch weiter auf den feudalen Wohnmobilplatz in Eckernförde, wo wir am nächsten Morgen im Wellenbad schwimmen gehen. Nachmittags sind wir mit Nicole in Kiel Holtenau verabredet und machen nach dem Kaffeetrinken einen wunderschönen Spaziergang am Kanal. Abends hat Lars für uns gekocht – vielen Dank, Euch allen für Eure Gastfreundschaft!
Am nächsten Morgen queren wir mit der Fußgängerfähre den Kanal und gucken uns die großen Schleusen an.

14.10.2015 - Blick auf die Schleusen am Ausgang des Nord-Ostsee Kanals an der Kieler Förde
14.10.2015 – Blick auf die Schleusen am Ausgang des Nord-Ostsee Kanals an der Kieler Förde

Am Nachmittag treffen wir Holger, von dem wir vor fast genau einem Jahr den Magirus gekauft haben und er hat viele wertvolle Tipps für uns. Nach einer ausgiebiegen Probefahrt eint uns die gemeinsame Begeisterung für das tolle Auto! Vielen Dank, lieber Holger, dass du Zeit für uns hattest!

Dann brechen wir auf gen Hohenfelde, wo Waschi mit leckererm Abendbrot auf uns wartet 😉

Hier seht ihr, wo wir überall gewesen sind.

Dänemark-Tour 29.9. - 14.10.2015

StepMap Dänemark-Tour 29.9. - 14.10.2015

Die nächsten circa 10 Tage sind wir nochmal zuhause und werden all die kleinen Änderungen, Ergänzungen und Reparaturen vornehmen, die wir in den vergangenen Tagen notiert haben. Als große Projekte müssen die Heizung wieder zum Laufen gebracht, das Bett im Fahrerhaus gebaut, der Dachträger fertiggestellt und eine Fahrradhalterung montiert werden.

Eine Woche Dänemark oder das Leben unterwegs

Montagabend, den 29.9.15 kommen wir endlich los – ich hätte ja auch noch eine Nacht zuhause verbringen können aber für Torge ist es ganz wichtig heute loszukommen und versprochen ist versprochen! Unser erstes Ziel liegt am Nord-Ostsee-Kanal. Dort sind wir im vergangenen Sommer einmal gemeinsam gewesen und haben uns vorgenommen, die erste Fahrt mit dem blauen Auto dorthin zu machen. Es ist dunkel und sehr neblig, als wir von der Autobahn kommen, so dass wir die Einfahrt runter zum Parkplatz nicht gleich finden. Ich möchte nicht im dunkeln herumirren und außerdem sollten wir dringend tanken. So verbringen wir die erste Nach komfortabel auf dem Parkplatz der Feuerwehr von Schafstedt. Nach dem Tanken am nächsten Morgen versorgen wir uns mit Brötchen und fahren runter an den Kanal. Dort verbringen wir einen wunderschönen ersten Tag mit viel Sonne, Spaziergängen und Ballspielen mit Spike.

Nachmittags geht es weiter Richtung Dänemark und nach einer kurzen Prüfung, ob der Strand wirklich noch da ist, checken wir auf dem Campingplatz ein. Wir verbringen 2 Tagen bei bestem Wetter am Strand und dürfen sogar gleich am ersten Tag einen Mercedes aus dem Weichsand ziehen. Allrad scheint also auch zu funktionieren. Ein Abschleppseil und den Schlüssel für das Schloss mit dem die Sandbleche gesichert sind, setzen wir auf die Liste der Dinge, die noch eingepackt werden müssen…

1.10.15 Der Strand ist menschenleer.
1.10.15 Der Strand ist menschenleer.

1.10.15 Torge mit Spike am Wasser
1.10.15 Torge mit Spike am Wasser
1.10.15 Sonnige und windgeschützte Plätze laden bieten richtig Wärme,
1.10.15 Sonnige und windgeschützte Plätze laden bieten richtig Wärme,
1.10.2015 Torge tobt in den Dünen.
1.10.2015 Torge tobt in den Dünen.

Am Donnerstag machen wir den obligatorischen Besuch im Köbmandsgaard = Walmuseum um Apfeltorte zu essen. Beide sind wir uns einig, dass ein Römö Aufenthalt ohne Besuch dieses kleinen Museums mit Café einfach nicht geht. Befriedigt nimmt Torge zur Kenntnis, dass noch fast alles so aussieht, wie in seiner Erinnerung und genauso freudig registriert er, dass die kleine Ausstellung noch erweitert worden ist.

Ich fahre nachmittags weiter Richtung Ringköbingfjord und in der Dämmerung erklimmen wir eine hohe Düne mit fantastischem Blick auf die Nordsee. Nur mit Stellplätzen sieht es hier schlecht aus, da wirklich jeder Parkplatz mit einem Verbotsschild belegt ist. Schließlich übernachten wir bei einem Angelsee – wie wir früh am nächsten Morgen feststellen – direkt neben einem Kiesplatz, wo ab 6 Uhr morgens gebaggert wird. Ich fahre weiter während Torge noch schläft und um 7 stehen wir auf einem Traumplatz am Dünenrand in der Sonne. Spike und ich machen einen langen Strandspaziergang – hier findet er auch den vergammelten Fisch, den er samt Haken verschlingt und den ich zum Glück ohne größere Verletzungen wieder herausziehen kann. Als wir zurückkommen, gibt es Frühstück im Sonnenschein. Später geht es weiter nach Lemvig, wo wir mitten in der Stadt übernachten und am nächsten Morgen dann an den Limfjord.

3.10.15 Frühstück am Limfjord
3.10.15 Frühstück am Limfjord
3.10.15 Strandspaziergang
3.10.15 Strandspaziergang
3.10.15 Flying Torge
3.10.15 Flying Torge

Nach dem Spaziergang ist uns so warm, dass wir tatsächlich baden gehen und sogar Spike dazu bekommen, richtig zu Schwimmen.

3.10.15 Abtrocknen nach dem Baden muss sein.
3.10.15 Abtrocknen nach dem Baden muss sein.

Von dort geht es weiter in das Städtchen Thistedt.

3-10-15 Besuch eines Cafés in Thistedt und gleichzeitig ein toller Platz für Torge, um mit dem Roller Tricks zu üben
3-10-15 Besuch eines Cafés in Thistedt und gleichzeitig ein toller Platz für Torge, um mit dem Roller Tricks zu üben

Hier ist es einfach, Übernachtungsplätze zu finden, fast jeder Parkplatz an der Landstraße liegt etwas zurück und es ist nicht viel Verkehr. Am nächsten Tag sind wir früh in Slettestrand, wo sich ein interessantes Schauspiel bietet, als Fischerboote mittels einer Winde in die See gezogen werden. Und natürlich später auch wieder heraus.

4.10.2015 Am Strand von Slettestrand läuft ein Endlosseil bis ins Meer
4.10.2015 Am Strand von Slettestrand läuft ein Endlosseil bis ins Meer
4.10.15 Die Boote werden eingehängt und über den Sand ins Meer gezogen, wo sie sich ausklinken
4.10.15 Die Boote werden eingehängt und über den Sand ins Meer gezogen, wo sie sich ausklinken

4.10.2015 Der Motor, der die Winde antreibt
4.10.2015 Der Motor, der die Winde antreibt
4.10.2015 Es liegt eine kleine Flotte kleiner und größerer, alter und neuer Boote am Strand
4.10.2015 Es liegt eine kleine Flotte kleiner und größerer, alter und neuer Boote am Strand

Nachmittags geht es weiter nach Hirtshals, wo wir eine Nacht vor der Schranke eines ansonsten leeren Wohnmobilplatzes stehen, da sich die Schranke trotz Ticket nicht öffnet. Da wir aber trotzdem Strom bekommen sind wir zufrieden. Am nächsten Tag stellen wir fest, dass der Heißwasserschlauch abgerutscht und unseren Schrank unter Wasser gesetzt hat. Schnell wird der Schaden behoben und der Schlauch wieder befestigt. Es wird allerdings ein paar Tage dauern, alles wieder zu trocknen….

5.10.2015 abgerutschter Heißwasserschlauch
5.10.2015 abgerutschter Heißwasserschlauch

Danach besuchen wir das fantastische Oceaneum mit seinen tollen Aquarien und vielen Infos über die Nordsee. Spike muss im Auto warten und erträgt das geduldig. Mittags gehe ich für eine halbe Stunde mit ihm zum Toben auf die Wiese.

5.10.15 Die kleinen Haie und der bis zu 3 m groß werdende Mondfisch haben es uns am meisten angetan
5.10.15 Die kleinen Haie und der bis zu 3 m groß werdende Mondfisch haben es uns am meisten angetan
5.10.2015 Aber auch der Torge fressende Wal mache Freude
5.10.2015 Aber auch der Torge fressende Wal mache Freude

Wir verbringen eine weitere Nacht in Hirtshals um noch eine Fahrradtour zu machen – ja auch hier gibt es kostenlose Citybikes, etwa 20 Stück schätze ich. Trotz viel Wind und technischer Probleme bei Torges Rad (also wenn Rollo hier arbeiten würde, wäre das nicht passiert), radeln wir bis zum Leuchtturm und besuchen das Bunkermuseum.

6.10.2015 Citybike Station ins Hirtshals
6.10.2015 Citybike Station ins Hirtshals
6.10.2015 Citybiketour zum Volkgarden in Hirtshals
6.10.2015 Citybiketour zum Volkgarden in Hirtshals
6.10.2015 Der Leuchtturm von Hirtshals
6.10.2015 Der Leuchtturm von Hirtshals
6.10.2015 Torge springt
6.10.2015 Torge springt

Nachmittags geht es weiter nach Uggerby am Uggerby A. Eigentlich wollen wir die nächsten 3 Tage mit einem Kanu auf diesem Flüsschen paddeln aber da macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es stürmt und gießt so doll, dass man kaum Spike vor die Tür schicken möchte – der mag den Wind auch überhaupt nicht. Stattdessen fahren wir weiter nach Skagen auf einen Campingplatz und nutzen den ganzen Tag das gute Internet.