Freiburg – Hamburg – und das war es dann ….

Wir stellen das Auto auf den Wohnmobilplatz in Freiburg und machen uns per Rad auf den Weg zur Kapriole, der freien und demokratischen Schule, die Torge als Gast demnächst für 2 Wochen besuchen darf. Fahrradfahren in Freiburg macht Spaß. Breite, gute Radwege und bei Baustellen eine Umleitung explizit  Radfahrer – so etwas haben wir bei uns noch nicht erlebt. Da enden Radwege öfter mal vor einer Baustellenabsperrrung…  Am Flüsschen Dreisam entlang radelt es sich ganz wunderbar und wir finden gut zur Schule, die erwartungsgemäß in den Ferien geschlossen ist. Unser Besuch heute dient ja nur der Orientierung und außerdem wollen wir uns einen schönen Stellplatz suchen. Den  finden wir in gut einem Kilometer Entfernung am Möslepark.  Wir reservieren einen Platz für die nächsten Tage und essen im Waldcafé leckeren Flamkuchen. Auf dem Rückweg zum Auto werden wir patschnass, denn es hat wieder angefangen zu schütten. Wir ziehen uns um, machen Kakao heiß und gucken in meinem Bett  gemeinsam „Notruf Hafenkante“ eine in Hamburg spielende Polizeiserie. Danach klönen wir noch ein bisschen, denn uns beiden ist irgendwie klar geworden, dass das Reisen gerade sein Ende gefunden hat. Auch wenn wir noch nicht zuhause sind, werden die 3 Wochen hier in Freiburg etwas anderes sein. Und wir sind beide zwar etwas wehmütig aber nicht traurig darüber. Die Sehnsucht nach zuhause, der Familie und den Freunden hat die letzten Wochen deutlich zugenommen. Torge braucht nach der langen Zeit wieder andere Kinder zum Spielen und ist auch „abgefüllt“ mit Erlebnissen und neuen Eindrücken. So versetzen wir am Montag das Auto zum Campingplatz und verbringen ansonsten 3 ruhige Tage mit gelegentlichen Spaziergängen und Einkaufstouren. Mittwochabend fahre ich mit der Straßenbahn zum Bahnhof, um meine Freundin Anja abzuholen, die uns die nächsten 4 Tage besucht. Als wir zum blauen Auto zurückkommen, haben unsere Nachbarn reichlich und sehr leckeren Spießbraten auf dem Grill und laden uns zum Essen ein. Torge spielt mit dem etwa gleichaltrigen Sohn Minecraft und wir Erwachsenen sitzen bis spät in die Nacht zusammen und erzählen uns von unseren Reisen. Vielen Dank, Robert und Familie, für den netten Abend!

Am Donnerstag fahren Anja und ich mit dem Rad und Spike nach Kirchzarten und von dort mit dem Bus auf den Schauinsland. Wir wandern die letzten 2,5 km zur Bergstation und gehen dort Kaffeetrinken. Die Sonne scheint heiß und für Spike ist unter den kleinen Tischchen nur wenig Platz. Aber er ist vom Laufen, der Hitze und den neuen Eindrücken so kaputt, dass er trotzdem liegen bleibt. Dann geht es auf dem gleichen Weg zurück und um halb acht kommen wir etwas erschöpft wieder am  Auto an.  Freitag gucken wir uns Freiburg an und am Samstag machen wir eine kleine Wanderung in den bergigen Wald hinter dem Campingplatz. Nachmittags fahren wir zusammen mit Torge noch einmal zum Bahnhof, wo er endlich einen Haarschnitt bekommt. Das war nach fast 5 Monaten jetzt auch mal wieder nötig! Wir gehen noch etwas trinken, dann zieht es Torge zurück zum Platz. Anja und ich laufen nochmal durch die Altstadt und gönnen uns ein leckeres Eis. Der Sonntag beginnt mit Regen. Nach dem Frühstück gehen wir nochmal im Wald spazieren, ziehen uns dann aber doch bald ins Auto zurück, da es immer feuchter wird. Als Anja nachmittags aufbrechen muss, um ihren Zug nicht zu verpassen, räumen Torge und ich ein bisschen auf und suchen nochmal Wäsche für eine Waschmaschinenladung zusammen. Die Auswahl an Hosen und Pullis ist für ihn nicht mehr so groß, da er so gewachsen ist und ich ihn bisher nicht zu einem Einkaufsbummel überreden konnte.

Wir verbringen noch 2 Wochen in Freiburg in denen Torge die Freie Schule Kapriole besucht. Die Zeit ist anstrengend. Die Umstellung fällt uns und vor allem Torge schwer und wir zoffen uns viel. Letztendlich brauche ich dringend Abstand und fahre mit der Bahn nach Hamburg und Rollo holt mit Ina dann Torge, Spike und das blaue Auto aus Freiburg. Vielen, vielen Dank!

Das traurige Ende unserer Reise wird durch den liebevollen Empfang, den uns Rollo am Sonntag zuhause und Montag am Verein organisiert hat, fast ausgeglichen.

12.6.2015 Liebevoller Empfang zuhause
12.6.2015 Liebevoller Empfang zuhause

Freunde und Familie überraschen uns mit Kuchen, einem Transparent und einem Grillfest am nächsten Abend.

12.6.2016 Wieder zuhause auf dem Hof
12.6.2016 Wieder zuhause auf dem Hof

Jetzt  sind wir wieder daheim und wundern uns, wie groß so ein Haus doch ist. Der Alltag  hat uns wieder und ich ertappe mich immer mal bei dem Gedanken, einfach alles stehen und liegen zu lassen und wieder loszufahren…. irgendwann…

17.6.2016 Diese Sonne ist während unserer Reise an der Decke des blauen Autos entstanden
17.6.2016 Diese Sonne ist während unserer Reise an der Decke des blauen Autos entstanden

Vorerst bleibt es bei den Erinnerungen und bei den Bildern im Kopf und auf dem PC. Im Herbst dürft Ihr Euch auf einen Dia-Abend freuen, Termin und Ort werde ich auch hier bekannt geben.

Vielen Dank an alle, an die Helfer beim Womo-Ausbau, allen voran Waschi, Rollo, Lasse, Michi, Holger und Mario, für die finanzielle und ideele Unterstützung durch meine Familie und meinen Freundeskeis und auch an alle Follower und für die vielen lieben Kommentare!

 

5 Kommentare zu „Freiburg – Hamburg – und das war es dann ….“

  1. Schwierige Zeit auch hier : ich habe 2mal verlangt, dass wir den Tag separat fahren… es wurde sonst unertraeglich. Mal sehen, wie es weiter geht.

    Ich wuensche euch beiden sehr viel Liebe, Vertrauen und auch die Lust, mal wieder loszufahren – sei es auch nur für 2 Tage mit dem Rad!

    Wir sind sehr, sehr glücklich, eines (herbstlichen, windigen) Tages von einem blauen Auto überholt worden zu sein, und dass wir es spaeter einholen konnten !

    Ciao(wir sind in Italien)

    Hélène & cie

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    1. Liebe Hélène und Familie,
      danke für Eure Zeilen! Ja, Krisen gehören dazu und es ist unsere Aufgabe, sie zu überwinden…
      Zuhause ist es schön, riesig, kompliziert und die nächsten 2 Wochen werden wir wieder im Auto wohnen, wenn Torge in Hamburg seine neue Schule ausprobiert.
      Euch alles Gute, wir freuen uns auf ein Wiedersehen, irgendwo, irgendwann….LG Jutta und Torge

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  2. Hallo Jutta, Hallo Torge, freut mich das Ihr wieder sicher den Heimischen Boden erreicht habt, da in letzter Zeit ja immer wieder von Frankreich ja nicht immer Gute Nachrichten zu hören waren. Ich hoffe Ihr habt euch wieder Zuhause gut eingelebt. Vielleicht sieht man sich ja mal irgendwann. Viele Grüße auch an den Rest der Familie. Liebe Grüße von Uwe & Ingund aus Wasbek.

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    1. Moin Uwe und Ingund! Danke für Eure netten Zeilen! Wir haben uns die ganze Zeit und in allen besuchten Gegenden sicher und willkommen gefühlt – ich glaube nicht, dass es in Frankreich oder anderswo gefährlicher war/ist als in Deutschland. Auf bald! Viele Grüße Jutta und Torge

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