Die Atlantikküste bis zur Dune du Pilat

Wir bleiben insgesamt 8 Nächt in Vieux Boucau auf dem Wohnmobilplatz am See.

16. - 24.4.2016 Das Blaue Auto fällt irgendwie schon auf zwischen all den weißen Wohnmobilen
16. – 24.4.2016 Das Blaue Auto fällt irgendwie schon auf zwischen all den weißen Wohnmobilen

Hinter uns fließt ein Salzwasserstrom, der einen anderen Etang mit dem Meer verbindet und vor uns liegt der See.

18. - 24.4.2016 Salzwasserstrom hinter dem Platz und unserem Auto
18. – 24.4.2016 Salzwasserstrom hinter dem Platz und unserem Auto
18. - 24.4.2016 Blick über den Womoplatz zum See
18. – 24.4.2016 Blick über den Womoplatz zum See

 

Wir erkunden die Umgebung zu Fuß und per Rad.

22.4.2016 Gute Radwege führen durch den schönen Wald von Landes
22.4.2016 Gute Radwege führen durch den schönen Wald von Landes
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22.4.2016 Torge ist auch gern mal abeits der Wege unterwegs

Ins Soustons besuchen wir Herrn Mitterand.

22.4.2016 Bronze Denkmal von Herrn Mitterand in Soustaons
22.4.2016 Bronze Denkmal von Herrn Mitterand in Soustaons

Und Spike macht Bekanntschaft mit einer Hündin.

22.4.2016 Spike findet die Bronzefigur eher langweilig
22.4.2016 Spike findet die Bronzefigur eher langweilig

Am Montag brechen wir wieder auf und fahren einige Kilometer weiter, um uns ein Naturreservat anzusehen. Die kleine Ausstellung am Eingang ist nett gemacht – wenn nur mein Französisch etwas besser wäre… Leider gibt es keine Informationen in anderen Sprachen und dann sind noch alle Wanderwege am Strom entlang auch für angeleinte Hunde gesperrt, so dass wir nicht lange bleiben.

25.4.2016 Das Blaue Auto fährt gerade vom Nachtplatz an der Einsatzstelle der La Palue.
25.4.2016 Nachtplatz an der Einsatzstelle der La Palue. Hier laden wir gerade mein Fahrrad wieder auf und stehen darum so schräg am Rand.

Wir suchen uns einen Nachtplatz an der Einsatzstelle des Flüsschens La Palue, wo wir mit Spike herrliche Waldspaziergänge machen und uns den Fluss von mehreren Brücken aus ansehen.

25.4.2016 Einsatzstelle an der La Palue
25.4.2016 Einsatzstelle an der La Palue

Wir beschließen ohne Spike und nur mit den Kajaks anstatt mit dem Schlauchboot zu fahren.  Zunächst versetze ich am nächsten Morgen das Auto 8 km zurück an die Aussatzstelle und fahre mit dem Rad wieder hinauf. Torge hat bei und mit den Booten oben gewartet. Wir setzen ein und paddeln einen kleinen kurvigen Bach mit vielen Baumhindernissen, einigen engen Durchfahrten und mit schönen Schwällen – viel zu wenige aus Torges Sicht!.

25.4.2016 La Palue: " Grün, grün, grün ist alles, was ich sehe..."
25.4.2016 La Palue: “ Grün, grün, grün ist alles, was ich sehe…“

Die Sonne scheint durch das grüne Blätterdach, das unglaublich viele verschiedene Grüns zeigt. Viel Sonnenlicht kommt unten bei uns allerdings nicht an. Absterbende oder tote Bäume sind mit tief herabhängendem  Efeu, mit Brombeeren oder Schlingpflanzen bewachsen, durch die wir uns manchmal, wie durch einen Vorhang schieben.  Ich werde wieder daran erinnert, dass mein Boot nicht dicht ist und muss unterwegs mehrmals ausleeren, was uns die Gelegenheit zu einer Pause und zum Aufwärmen  in der Sonne gibt.  Nach 2 Stunden – genau bevor uns beiden richtig kalt ist – erreichen wir die Aussatzstelle, schleppen die Boote zum 300 m entfernt geparkten Auto und erlösen Spike vom Warten. In die Decken gekuschelt und mit einem heißen Kakao wärmen wir uns wieder auf bevor es an das Aufladen geht. Den Abend verbringen wir mit Burgern und wifi vor einem bekannten Fastfoodrestaurant und stellen uns für die Nacht vor einen großen Supermarkt mit 24/7 Waschcenter, das ich auch früh am nächsten Morgen nutze. Waschmaschine und Trockner, die 18 kg fassen und in weniger als anderthalb Stunden alles waschen und trocknen sind schon praktisch! In Arjuzanx besuchen wir ein weiteres Naturreservat – diesmal darf Spike auch mit uns an einem wunderschönen See spazierengehen. In der dazugehörigen Ausstellung erfahren wir, dass es sich um eine renaturierte Tagebaugrube aus dem Kohlebergbau handelt, die vor 40 Jahren stillgelegt und vor 30 Jahren in ein riesiges Biotop umgewandelt wurde. Anhand von Filmen,  Fotos und Modellen  ist die Entwicklung sehr deutlich und interessant dokumentiert. Zugvögel, wie z.B. Reiher nutzen diesen See als Rastplatz auf ihrer Reise allerdings sind sie in diesem Jahr schon wieder fort. Torge beeindruckt am meisten, dass es hier sogar Schildkröten geben soll. Wir sehen allerdings kein Exemplar sondern nur eine Eidechse.  Wir  fahren weiter zum See von Biscarrosse, wo wir einen edlen Campingplatz anlaufen um endlich mal wieder richtig zu duschen. Es gibt sogar jetzt im April Animation und Torge, der mit seinem Rad auf der Suche nach anderen Kindern über den Platz fährt, kommt etwas irritiert zurück und sagt: „Mama, da sind lauter Kinder, die wackeln zur Musik mit dem Popo!“ Das ist ja nicht so unsere Welt…

Am nächsten Morgen mache ich mit Spike einen langen Spaziergang am wieder wunderschönen See entlang und entdecke wieder einen tollen Womoplatz.  Naja, für das nächste Mal!

Wir fahren weiter in den Ort und verbringen den Nachmittag im Wasserflugzeugmuseum von Biscarrosse, das wirklich sehenswert ist.  An der Rezeption bekommen wir eine Mappe mit Erklärungen in deutscher Sprache ausgehändigt und dann vertiefen wir uns in die vielen Bilder, Dokumente, Modelle, Karten, und anderen Ausstellungsstücke.

27.4.2016 Modell einer gewagten Konstruktion im Wsserflugzeugmuseum Biscarrosse
27.4.2016 Modell einer gewagten Konstruktion im Wsserflugzeugmuseum Biscarrosse
27.4.2016 Im Wasserflugzeugmuseum von Biscarrosse
27.4.2016 Im Wasserflugzeugmuseum von Biscarrosse

Am Ende bewundern wir in der Halle viele echte Flieger.

27.4.2016 Nachbau eines der ersten Wasserflugzeuge
27.4.2016 Nachbau eines der ersten Wasserflugzeuge

Besonders fasziniert mich, dass wir hier wieder auf Antoine de Saint-Exupery treffen, der als französischer Pilot auch hier gearbeitet hat und dessen schönes Geschichte vom kleinen Prinzen wir am Entstehungsort in Tarfaya/Marokko gehört haben.

Unser nächstes Ziel ist die Düne Pilat bei Arcachon. Es ist schon dunkel, als wir dort vorbeifahren und erstmal keinen Übernachtungsplatz finden. Erst mitten in La Teste können wir uns auf einen großen Parkplatz stellen. Und zwar direkt neben eine Baustelle auf der früh am nächsten Morgen große Baumaschinen mit entsprechendem Lärm verladen werden. Na gut – da bin ich wenigsten früh auf…. Auf dem Weg zurück zur Düne hole ich uns frisches Brot und jetzt mit Licht finden wir einen netten Waldparkplatz nur etwa 400 m vom großen und teuren Touristenparkplatz. Torge kommt heute morgen nicht aus den Federn und so mache ich mich nach einem Kaffee mit Spike das erste Mal auf den Weg zur Düne. Ein Pfad – zu Anfang reichlich vermüllt – führt in vielen Kurven durch den schönen Wald.28.4.2016 Waldweg auf dem Weg zur Düne

28.4.2016 Waldweg auf dem Weg zur Düne

Ich höre Gejohle, kann  aber niemanden sehen. Noch eine Kurve und dann stehe ich vor einer Wand aus Sand. Steil ragt die Düne vor mir empor.

28.4.2016 Abgestorbenen und schräg stehende Bäume an der Dune du Pilat
28.4.2016 Abgestorbenen und schräg stehende Bäume an der Dune du Pilat

Abgestorbene Bäume beweisen, dass sie tatsächlich wandern und in zweiter Reihe stehen die Bäume vom Druck des Sandes schon schräg. Man kann die Kraft der Sandmassen förmlich spüren.

Ich erklimme einen Dünenkamm, das Geschrei wird lauter,  und dann noch einen. Jetzt erst kann ich die Urheber des Lärms sehen. Oben auf der höchsten Kuppe, die vom Parkplatz über eine Treppe erreichbar ist, vergnügen sich schon etwa 100 Menschen. Dort zieht es mich nicht hin. Spike und ich halten uns rechts und können auch von hier den herrlichen Ausblick genießen. Zurück am Auto frühstücken wir erstmal richtig und dann machen Torge, Spike und ich die gleiche Tour noch einmal. Inzwischen sind sicher 200-300 Menschen auf der Düne unterwegs. Lehrer versuchen Schulkinder daran zu hindern, unkontrolliert den Hang hinunterzutoben (was Torge an seine eigenen Schulausflüge erinnert) und französische Rentner und Familien führen ihre Mini-Hunde aus. Auch diesmal lockt es uns nicht, weiter hinauf zu steigen und wir halten uns abseits und toben mit Spke im Sand.

28.4.2016 Sandspiele an de rDüne Pilat
28.4.2016 Sandspiele an de rDüne Pilat

Erst abends um acht als wir zum dritten Mal heraufsteigen hat es sich so weit geleert, dass wir auch den höchsten Dünenkamm erklimmen mögen und die ganze Dimension der Düne überblicken. Die Sonne sinkt schon Richtung Meer und das Licht ist sehr schön. Wir genießen die erhabene Stimmung und erinnern uns an „unsere“ ganz einsamen Dünen in Marokko.

28.4.2016 Abendstimmung an der Dune du Pilat
28.4.2016 Abendstimmung an der Dune du Pilat

Wir übernachten noch einmal in La Teste und fahren am nächsten Morgen weiter nach Le Teich am hinteren Ende des Beckens von Arcachon. Hier gibt es einen ornithologischen Park in dem man viele Vögel beobachten kann. Leider wird es schon recht voll und als wir hineingehen, geraten wir zwischen 2 Schulklassen und den dazugehörigen Lärm. Der Rundweg ist sehr schön angelegt und bietet viele versteckte Hütten, von denen aus man die Vögel beobachten kann.  Torge kehrt nach der Hälfte um, weil ihm durch die anderen Besucher die nötige Ruhe zum Beobachten oft fehlt. Ich nehme an einer Abzweigung einen anderen Weg als die meisten und bin über 4 Stunden unterwegs und ganz begeistert. Hier ein paar Eindrücke:

29.4.2016 Storchennester in Le Teich
29.4.2016 Storchennester in Le Teich
29.4.2016 Ein Graureiher im Vogelpark Le Teich
29.4.2016 Ein Graureiher im Vogelpark Le Teich
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29.4.2016 Wasserlandschaft im Vogelpark Le Teich
29.4.2016 Ein Specht füttert seine Jungen im Vogelpark Le Teich
29.4.2016 Ein Specht füttert seine Jungen im Vogelpark Le Teich
29.4.2016 Möwenkolonie im Vogelpark Le Teich
29.4.2016 Möwenkolonie im Vogelpark Le Teich

Und auf dem Rückweg eine Begegnung der besonderen Art….

29.4.2016 Diese Dame mit ihren beiden Jungen futterte sich durch das Gras am Wegesrand und ließ sich von mir gar nicht stören
29.4.2016 Diese Dame mit ihren beiden Jungen futterte sich durch das Gras am Wegesrand und ließ sich von mir gar nicht stören

Direkt vor dem Vogelpark gibt es einen kostenlosen Stellplatz mit WC, Wasser und Entsorgung am Yachthafen und so bleiben wir über Nacht hier stehen.

Der heutige Morgen empfängt uns mit Sturm und Regen – eine prima Gelegenheit, den blog zu aktualisieren!

Nachher wollen wir weiter Richtung der Höhlen von Lauscaux II, wo es prähistorische Felsmalereinen zu bestaunen gibt.

 

2 Kommentare zu „Die Atlantikküste bis zur Dune du Pilat“

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