Die Atlantikküste bis zur Dune du Pilat

Wir bleiben insgesamt 8 Nächt in Vieux Boucau auf dem Wohnmobilplatz am See.

16. - 24.4.2016 Das Blaue Auto fällt irgendwie schon auf zwischen all den weißen Wohnmobilen
16. – 24.4.2016 Das Blaue Auto fällt irgendwie schon auf zwischen all den weißen Wohnmobilen

Hinter uns fließt ein Salzwasserstrom, der einen anderen Etang mit dem Meer verbindet und vor uns liegt der See.

18. - 24.4.2016 Salzwasserstrom hinter dem Platz und unserem Auto
18. – 24.4.2016 Salzwasserstrom hinter dem Platz und unserem Auto
18. - 24.4.2016 Blick über den Womoplatz zum See
18. – 24.4.2016 Blick über den Womoplatz zum See

 

Wir erkunden die Umgebung zu Fuß und per Rad.

22.4.2016 Gute Radwege führen durch den schönen Wald von Landes
22.4.2016 Gute Radwege führen durch den schönen Wald von Landes
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22.4.2016 Torge ist auch gern mal abeits der Wege unterwegs

Ins Soustons besuchen wir Herrn Mitterand.

22.4.2016 Bronze Denkmal von Herrn Mitterand in Soustaons
22.4.2016 Bronze Denkmal von Herrn Mitterand in Soustaons

Und Spike macht Bekanntschaft mit einer Hündin.

22.4.2016 Spike findet die Bronzefigur eher langweilig
22.4.2016 Spike findet die Bronzefigur eher langweilig

Am Montag brechen wir wieder auf und fahren einige Kilometer weiter, um uns ein Naturreservat anzusehen. Die kleine Ausstellung am Eingang ist nett gemacht – wenn nur mein Französisch etwas besser wäre… Leider gibt es keine Informationen in anderen Sprachen und dann sind noch alle Wanderwege am Strom entlang auch für angeleinte Hunde gesperrt, so dass wir nicht lange bleiben.

25.4.2016 Das Blaue Auto fährt gerade vom Nachtplatz an der Einsatzstelle der La Palue.
25.4.2016 Nachtplatz an der Einsatzstelle der La Palue. Hier laden wir gerade mein Fahrrad wieder auf und stehen darum so schräg am Rand.

Wir suchen uns einen Nachtplatz an der Einsatzstelle des Flüsschens La Palue, wo wir mit Spike herrliche Waldspaziergänge machen und uns den Fluss von mehreren Brücken aus ansehen.

25.4.2016 Einsatzstelle an der La Palue
25.4.2016 Einsatzstelle an der La Palue

Wir beschließen ohne Spike und nur mit den Kajaks anstatt mit dem Schlauchboot zu fahren.  Zunächst versetze ich am nächsten Morgen das Auto 8 km zurück an die Aussatzstelle und fahre mit dem Rad wieder hinauf. Torge hat bei und mit den Booten oben gewartet. Wir setzen ein und paddeln einen kleinen kurvigen Bach mit vielen Baumhindernissen, einigen engen Durchfahrten und mit schönen Schwällen – viel zu wenige aus Torges Sicht!.

25.4.2016 La Palue: " Grün, grün, grün ist alles, was ich sehe..."
25.4.2016 La Palue: “ Grün, grün, grün ist alles, was ich sehe…“

Die Sonne scheint durch das grüne Blätterdach, das unglaublich viele verschiedene Grüns zeigt. Viel Sonnenlicht kommt unten bei uns allerdings nicht an. Absterbende oder tote Bäume sind mit tief herabhängendem  Efeu, mit Brombeeren oder Schlingpflanzen bewachsen, durch die wir uns manchmal, wie durch einen Vorhang schieben.  Ich werde wieder daran erinnert, dass mein Boot nicht dicht ist und muss unterwegs mehrmals ausleeren, was uns die Gelegenheit zu einer Pause und zum Aufwärmen  in der Sonne gibt.  Nach 2 Stunden – genau bevor uns beiden richtig kalt ist – erreichen wir die Aussatzstelle, schleppen die Boote zum 300 m entfernt geparkten Auto und erlösen Spike vom Warten. In die Decken gekuschelt und mit einem heißen Kakao wärmen wir uns wieder auf bevor es an das Aufladen geht. Den Abend verbringen wir mit Burgern und wifi vor einem bekannten Fastfoodrestaurant und stellen uns für die Nacht vor einen großen Supermarkt mit 24/7 Waschcenter, das ich auch früh am nächsten Morgen nutze. Waschmaschine und Trockner, die 18 kg fassen und in weniger als anderthalb Stunden alles waschen und trocknen sind schon praktisch! In Arjuzanx besuchen wir ein weiteres Naturreservat – diesmal darf Spike auch mit uns an einem wunderschönen See spazierengehen. In der dazugehörigen Ausstellung erfahren wir, dass es sich um eine renaturierte Tagebaugrube aus dem Kohlebergbau handelt, die vor 40 Jahren stillgelegt und vor 30 Jahren in ein riesiges Biotop umgewandelt wurde. Anhand von Filmen,  Fotos und Modellen  ist die Entwicklung sehr deutlich und interessant dokumentiert. Zugvögel, wie z.B. Reiher nutzen diesen See als Rastplatz auf ihrer Reise allerdings sind sie in diesem Jahr schon wieder fort. Torge beeindruckt am meisten, dass es hier sogar Schildkröten geben soll. Wir sehen allerdings kein Exemplar sondern nur eine Eidechse.  Wir  fahren weiter zum See von Biscarrosse, wo wir einen edlen Campingplatz anlaufen um endlich mal wieder richtig zu duschen. Es gibt sogar jetzt im April Animation und Torge, der mit seinem Rad auf der Suche nach anderen Kindern über den Platz fährt, kommt etwas irritiert zurück und sagt: „Mama, da sind lauter Kinder, die wackeln zur Musik mit dem Popo!“ Das ist ja nicht so unsere Welt…

Am nächsten Morgen mache ich mit Spike einen langen Spaziergang am wieder wunderschönen See entlang und entdecke wieder einen tollen Womoplatz.  Naja, für das nächste Mal!

Wir fahren weiter in den Ort und verbringen den Nachmittag im Wasserflugzeugmuseum von Biscarrosse, das wirklich sehenswert ist.  An der Rezeption bekommen wir eine Mappe mit Erklärungen in deutscher Sprache ausgehändigt und dann vertiefen wir uns in die vielen Bilder, Dokumente, Modelle, Karten, und anderen Ausstellungsstücke.

27.4.2016 Modell einer gewagten Konstruktion im Wsserflugzeugmuseum Biscarrosse
27.4.2016 Modell einer gewagten Konstruktion im Wsserflugzeugmuseum Biscarrosse
27.4.2016 Im Wasserflugzeugmuseum von Biscarrosse
27.4.2016 Im Wasserflugzeugmuseum von Biscarrosse

Am Ende bewundern wir in der Halle viele echte Flieger.

27.4.2016 Nachbau eines der ersten Wasserflugzeuge
27.4.2016 Nachbau eines der ersten Wasserflugzeuge

Besonders fasziniert mich, dass wir hier wieder auf Antoine de Saint-Exupery treffen, der als französischer Pilot auch hier gearbeitet hat und dessen schönes Geschichte vom kleinen Prinzen wir am Entstehungsort in Tarfaya/Marokko gehört haben.

Unser nächstes Ziel ist die Düne Pilat bei Arcachon. Es ist schon dunkel, als wir dort vorbeifahren und erstmal keinen Übernachtungsplatz finden. Erst mitten in La Teste können wir uns auf einen großen Parkplatz stellen. Und zwar direkt neben eine Baustelle auf der früh am nächsten Morgen große Baumaschinen mit entsprechendem Lärm verladen werden. Na gut – da bin ich wenigsten früh auf…. Auf dem Weg zurück zur Düne hole ich uns frisches Brot und jetzt mit Licht finden wir einen netten Waldparkplatz nur etwa 400 m vom großen und teuren Touristenparkplatz. Torge kommt heute morgen nicht aus den Federn und so mache ich mich nach einem Kaffee mit Spike das erste Mal auf den Weg zur Düne. Ein Pfad – zu Anfang reichlich vermüllt – führt in vielen Kurven durch den schönen Wald.28.4.2016 Waldweg auf dem Weg zur Düne

28.4.2016 Waldweg auf dem Weg zur Düne

Ich höre Gejohle, kann  aber niemanden sehen. Noch eine Kurve und dann stehe ich vor einer Wand aus Sand. Steil ragt die Düne vor mir empor.

28.4.2016 Abgestorbenen und schräg stehende Bäume an der Dune du Pilat
28.4.2016 Abgestorbenen und schräg stehende Bäume an der Dune du Pilat

Abgestorbene Bäume beweisen, dass sie tatsächlich wandern und in zweiter Reihe stehen die Bäume vom Druck des Sandes schon schräg. Man kann die Kraft der Sandmassen förmlich spüren.

Ich erklimme einen Dünenkamm, das Geschrei wird lauter,  und dann noch einen. Jetzt erst kann ich die Urheber des Lärms sehen. Oben auf der höchsten Kuppe, die vom Parkplatz über eine Treppe erreichbar ist, vergnügen sich schon etwa 100 Menschen. Dort zieht es mich nicht hin. Spike und ich halten uns rechts und können auch von hier den herrlichen Ausblick genießen. Zurück am Auto frühstücken wir erstmal richtig und dann machen Torge, Spike und ich die gleiche Tour noch einmal. Inzwischen sind sicher 200-300 Menschen auf der Düne unterwegs. Lehrer versuchen Schulkinder daran zu hindern, unkontrolliert den Hang hinunterzutoben (was Torge an seine eigenen Schulausflüge erinnert) und französische Rentner und Familien führen ihre Mini-Hunde aus. Auch diesmal lockt es uns nicht, weiter hinauf zu steigen und wir halten uns abseits und toben mit Spke im Sand.

28.4.2016 Sandspiele an de rDüne Pilat
28.4.2016 Sandspiele an de rDüne Pilat

Erst abends um acht als wir zum dritten Mal heraufsteigen hat es sich so weit geleert, dass wir auch den höchsten Dünenkamm erklimmen mögen und die ganze Dimension der Düne überblicken. Die Sonne sinkt schon Richtung Meer und das Licht ist sehr schön. Wir genießen die erhabene Stimmung und erinnern uns an „unsere“ ganz einsamen Dünen in Marokko.

28.4.2016 Abendstimmung an der Dune du Pilat
28.4.2016 Abendstimmung an der Dune du Pilat

Wir übernachten noch einmal in La Teste und fahren am nächsten Morgen weiter nach Le Teich am hinteren Ende des Beckens von Arcachon. Hier gibt es einen ornithologischen Park in dem man viele Vögel beobachten kann. Leider wird es schon recht voll und als wir hineingehen, geraten wir zwischen 2 Schulklassen und den dazugehörigen Lärm. Der Rundweg ist sehr schön angelegt und bietet viele versteckte Hütten, von denen aus man die Vögel beobachten kann.  Torge kehrt nach der Hälfte um, weil ihm durch die anderen Besucher die nötige Ruhe zum Beobachten oft fehlt. Ich nehme an einer Abzweigung einen anderen Weg als die meisten und bin über 4 Stunden unterwegs und ganz begeistert. Hier ein paar Eindrücke:

29.4.2016 Storchennester in Le Teich
29.4.2016 Storchennester in Le Teich
29.4.2016 Ein Graureiher im Vogelpark Le Teich
29.4.2016 Ein Graureiher im Vogelpark Le Teich
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29.4.2016 Wasserlandschaft im Vogelpark Le Teich
29.4.2016 Ein Specht füttert seine Jungen im Vogelpark Le Teich
29.4.2016 Ein Specht füttert seine Jungen im Vogelpark Le Teich
29.4.2016 Möwenkolonie im Vogelpark Le Teich
29.4.2016 Möwenkolonie im Vogelpark Le Teich

Und auf dem Rückweg eine Begegnung der besonderen Art….

29.4.2016 Diese Dame mit ihren beiden Jungen futterte sich durch das Gras am Wegesrand und ließ sich von mir gar nicht stören
29.4.2016 Diese Dame mit ihren beiden Jungen futterte sich durch das Gras am Wegesrand und ließ sich von mir gar nicht stören

Direkt vor dem Vogelpark gibt es einen kostenlosen Stellplatz mit WC, Wasser und Entsorgung am Yachthafen und so bleiben wir über Nacht hier stehen.

Der heutige Morgen empfängt uns mit Sturm und Regen – eine prima Gelegenheit, den blog zu aktualisieren!

Nachher wollen wir weiter Richtung der Höhlen von Lauscaux II, wo es prähistorische Felsmalereinen zu bestaunen gibt.

 

Zurück in Frankreich

Nach einer sehr unruhigen Nacht auf einer Tankstelle am Kreisel direkt vor dem Flughafen von Lissabon verlässt uns unser Besuch in aller Frühe. Trotz des Verkehrslärms bleiben wir liegen und versuchen noch ein bisschen zu schlafen. Später brechen wir auf und folgen dem Fluss Tejo flussaufwärts. Zunächst sind wir enttäuscht, denn wir durchqueren ein Industrie- und Gewerbegebiet nach dem anderen. Später wird es dann aber schöner und rechts und links fahren wir an großen Feldern und riesigen Bewässerungsanlagen vorbei. Ab und an sehen wir kleine Kiefernwälder und in einem solchen machen wir eine Mittagspause und einen Mittagsschlaf. Nachmittags geht es weiter und wir finden einen netten Übernachtungsplatz in genau so einem Wäldchen. Wie wir beim Spazierengehen feststellen müssen, wird der Wald leider als große, wilde Müllkippe benutzt. Dennoch schlafen wir bestens, denn es ist herrlich ruhig hier. Der nächste Morgen beginnt zwar sonnig aber dann zieht schnell Regen auf. Nur einige Kilometer weiter stellen wir uns in Alpiarca auf einen Parkplatz am See und neben einem Café, das uns mit Internet versorgt.

9.4.2016 Stausee von Alpiarca
9.4.2016 Stausee von Alpiarca

Am Nachmittag und am nächsten Tag können wir bei Sonnenschein einmal um den See herum und durch ein nettes, kleines Naherholungsgebiet wandern.

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9.4.2016 Fontaine auf dem Stausee von Alpiarca

Dann geht es weiter, die Landschaft wird hügelig und zum Weinanbaugebiet. Wir folgen einem Hinweisschild und gucken die kleine Burg und das mittelalterliche Städtchen Amieiro do Tejo an, die uns beide sehr begeistern.

10.4.2016 Vor der Burg von Amieira do Tejo
10.4.2016 Vor der Burg von Amieira do Tejo
10.4.16 Hauptturm der Burg von Amieira
10.4.16 Hauptturm der Burg von Amieira
10.4.16 Wehrgang
10.4.16 Wehrgang
10.4.2016 Kanonenfutter
10.4.2016 Kanonenfutter
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10.4.2016 Blick ins Städtchen
10.4.2016 Gsse von Amieira
10.4.2016 Gsse von Amieira

Dort bekommen wir auch einige Informationen über die Gegend, u.a. über Gänsegeier, die man am Portas de Ródao beobachten können soll. Wir finden traumhafte Aussichten auf den Tejo, …

10.4.2016 ... eine (für mich) beängstigend schmale Brücke über den Tejo...
10.4.2016 … eine (für mich) beängstigend schmale Brücke über den Tejo…

… und nach viel Kurverei einen Traumplatz hoch oben am Tejo, der hier durch eine 45 m schmale Engstelle zwischen hohen Felsen fließt.

10.4.2016 Tejo Durchbruch
10.4.2016 Tejo Durchbruch

Vor dem nächsten Regenguss schaffen wir noch einen Spaziergang und verbringen hier wieder eine herrlich ruhige Nacht.

10.4.2016 Einsamer Nachtplatz am Portas de Ródao
10.4.2016 Einsamer Nachtplatz am Portas de Ródao

Am nächsten Morgen treffen wir auf der Aussichtsplattform eine deutsche Ornithologin und ihren Begleiter, die mit richtigen Teleskopen ausgestattet sind, so dass wir – dank ihnen – nicht nur die über uns kreisenden Geier sondern auch die am gegenüber liegenden Felsen sitzenden Vögel sehr deutlich sehen können. Leider beendet ein kräftiger Regenguss das Vergnügen.

11.4.2016 Aussichtsplaform mit den Ornithologen und Torge, oben kreisen die Gänsegeier
11.4.2016 Aussichtsplaform mit den Ornithologen und Torge, oben kreisen die Gänsegeier

Wir sind beide sehr beeindruckt und googeln noch am Abend weitere Infos über diese riesigen Vögel, die bis zu 2,70 m Spannweite haben und hier in großer Zahl vorkommen.

Wir verlassen Portugal auf guten Straßen Richtung Salamanca und versuchen vergeblich am etwas nördlich gelegenen Stausee einen Nachtplatz zu finden. Die Gegend ist wunderschön, jedoch überall bis dicht an die Straße eingezäunt. Schließlich finden wir bei Salamanca selbst einen Platz auf einer Raststätte. In der Nacht fängt es an zu regnen und hört den ganzen nächsten Tag nicht wieder auf. Wir vertrödeln den Tag im Auto und stecken nur zu gelegentlichen Spaziergängen mit Spike die Nase heraus. Früh geht es am Mittwoch weiter. Torge schläft noch als ich vom Platz rolle. Im Internet hatte ich ein sehenswertes Römermuseum in etwa 100 km Entfernung gefunden und mir den Ort aufgeschrieben. Jetzt muss ich leider feststellen, dass weder meine Karte (na gut, die ist etwa 26 Jahre alt) noch das Navi diesen Ort kennen. Beim Tanken frage ich nach und der nette Tankwart googelt das nochmal für mich und macht mir ein Kreuz in die Karte. Es geht über kleine Straßen und beim Ort Coca entdecken wir eine wunderschöne Burg- oder Schlossanlage und einen noch schöneren, einsamen Campingplatz auf dem wir die einzigen Gäste sind. Dort bleiben wir für 2 Nächte und machen tolle Spaziergänge und Radtouren durch den Wald und zum Örtchen mit dem Schloss.

12.4.2016 Blick auf das Schloss von Coca
12.4.2016 Blick auf das Schloss von Coca

Wir besuchen auch die Vila Romana de Almerena-Puras., das Römermuseum. Neben den nahezu kompletten Grundmauern einer römischen Villa mit vielen erhaltenen Mosaiken, die man hier ausgegraben hat, gibt es ein spannendes Museum über das Leben auf dem Land zur Zeit der Römer sowie eine nachgebaute und eingerichtete römische Villa. Selbst der Spielplatz, den wir als einzige Gäste aufsuchen, ist im Thema.

13.4.2016 Römischer Streitwagen auf dem großen, leeren Spielplatz bei der Vila Romana de
13.4.2016 Römischer Streitwagen auf dem großen, leeren Spielplatz bei der Vila Romana de

Schade ist nur, dass es zwar einen Audioguide auf englisch aber sonst nur spanische Beschriftungen und Erklärungen gibt. Auch die Führerin, die uns mit in die eingerichtete Villa nimmt, spricht nur spanisch. Einige Tage später baut Torge die römische Villa aus einem Bastelbuch-Bausatz, an deren komplizierter Bauanleitung ich fast verzweifele wohingegen er ein Teil nach dem anderen richtig zuordnet und fachgerecht einsetzt.

17.4.2016 Torge beim Bau der Römervilla
17.4.2016 Torge beim Bau der Römervilla
27..4.2016 Römervilla
27..4.2016 Römervilla
27.4.2016 Römervilla ohne Dach
27.4.2016 Römervilla ohne Dach

Im Begleitheft studieren wir die Dimensionen des römischen Reiches und stellen fest, dass das im Westen unserer Reiseroute entspricht. Und die waren nicht mit einem blauen Auto sondern überwiegend zu Fuß unterwegs!

Wir verlassen Coca, nehmen die gute ausgebaute und mautfreie Schnellstraße und fahren über Burgos, Palencia und Vitoria gen französische Grenze. Unterwegs übernachten wir noch einmal und landen am Samstag auf einem Wohnmobilplatz in Vieux Boucau, einem netten kleinen Touristenort mit einem Etang (= Salzwassersee) in der Mitte, fast direkt an der Atlantikküste. Nach 2 Nächten wechseln wir auf einen anderen Wohnmobilplatz im gleichen Ort und direkt am See und hier bleiben wir einige Tage und genießen es, mal irgendwo angekommen zu sein. Wir nutzen die vielen Spazier- und Radwege für Touren mit Spike, putzen ein wenig das Auto, bringen unsere viele Wäsche in ein Waschcenter und blasen endlich mal das Schlauchboot auf und machen mit Spike einen Ausflug auf die Insel mitten im See.

20.4.2016 "Was das wohl soll?" Noch beäugt Spike die Vorbereitungen zumPaddeln etwas kritisch
20.4.2016 „Was das wohl soll?“ Noch beäugt Spike die Vorbereitungen zumPaddeln etwas kritisch

Das Wetter ist auch hier „aprilmäßig“ wechselhaft aber wenn die Sonne scheint, wird es schon richtig heiß. Und der Regen hört meist nach wenigen Minuten wieder auf.

Irgendwie ist die Endlichkeit unserer Reise in unser Bewusstsein gerutscht und wir machen uns Gedanken über unsere weitere Tour. Beide brauchen wir ein bisschen Ruhe und nicht soviel Fahrerei und wir begraben den Plan, die OH Truppe in Österreich zu treffen, denn das würde bedeuten, dass wir die Alpen einmal halb umrunden müssen. Das passt auch besser zu unserem finanziellen Budget…

Unser nächstes Ziel ist die Düne Pilat bei Arcachon aber wir wissen noch nicht, wann wir aufbrechen werden.

Spikes Tagebuch

Fähre fahren

Hu hi meine Freunde, am 14,15.3.2016 sind wir (Jutta, Lasse, Torge und ich, Spike) mit der Fähre von Tanger Med nach Algeciras rüber gefahren.Das war sehr schaukelig und ich dachte, ich muss jeden Moment kotzen. Das größere Problem war, dass ich im Auto war und wenn man nur so wenig sieht, ist das echt doof.

Auch wenn es richtig cool ist, sich wieder ins Gras zu legen!!!

UND KEINE PIKSER MEHRRRRRRR!!!+++

Sind jetzt auf dem Weg nach Portugal.

Sind am 16.3.2016 in Portugal eingereist.

 

Sind dann langsam nach Lissabon gefahren, direkt am Meer entlang, haben da dann Andrea,Victoria und Isabella vom Flughafen abgeholt und dann war es schön, denn dann hat man immer jemanden, der mit spielt,streichelt und ausgeht. Das ist so schönnnnnnnnn!!!

Auch wenn ich manchmal ganz lange im Auto warten musste, weil sie sich die Stadt angeguckt haben.

11.4.2016

Als wir auf dem Weg nach Salamanca waren, haben wir auf einer Autobahnraststätte angehalten und sind vom Auto über den Parkplatz und dann über die Leitplanke und eine kleine Abflussrille (etwa 30 cm Durchmesser) ins Grüne gesprungen.

Das ging locker, fast aus dem Stand – schließlich bin ich ein sportlicher Hund!

Als wir wieder zurückkamen vom Gassigehen, bin ich wieder gesprungen aber auf einmal war die Leitplanke viel höher!!!

Und da bin ich mit dem Bauch dran hängen geblieben und alle haben mich ausgelacht!!!!

Später hat Torge mir erzählt,dass runter Springen einfacher geht, als wieder rauf.

AHA! Das muss ich mir wohl mal merken!

20.4.2016

Heute haben Torge und Jutta lange mit so einem großen grünen Gummiding u d einer Luftpumpe rumhantiert. Als das Ding fertig war, nannten sie es Boot und haben meine Matten da reingelegt. Dann gab es ein lustiges Spiel: Reinspringen, leckeren Naschi futtern, wieder rausspringen.

20.4.2016 "Und wo bleibt mein Leckerli??!"
20.4.2016 „Und wo bleibt mein Leckerli??!“

Schließllich haben sie so komische lange Dinger in die Hand genommen und wir haben das Boot zum Strand geschleppt. Die beiden haben es hochgehoben und ich habe in die richtige Richtung gezogen. Nur manchmal fanden sie meine Richtung nicht richtig…

Dann kam das Boot ins Wasser und weil Jutta und meine Naschitüte auch drin waren, bin ich hinterher gesprungen. Das war vielleicht komisch wackelig. Ich habe mir also meinen Naschi abgeholt und wollte wieder raushüpfen aber da war schon überall Wasser und Torge saß auf einmal auch mit drin und das Ufer war weit weg.

Ich wußte gar nicht, wie ich mich richtig hinsetzen sollte. Irgendwie hing der Schwanz immer ins Wasser. Dann habe ich es auf dem Rand versucht aber da hat Jutta gequiekt. War ganz schön aufregend das Ganze.

Jutta und Torge haben mit den langen Dingern, jetzt weiß ich ,dass die Paddel heißen, rumgefuchtelt und irgendwie sind wir zu der Insel rübergekommen. Da durfte ich dann endlich aussteigen und mal pinkeln. Nach wenigen Minuten wollten die beiden aber wieder los und ich sollte wieder einsteigen. Naja, der Naschi lockte aber als ich den gefuttert hatte, bin ich schnell wieder rausgesprungen. Dummerweise war das Wasser schon tiefer, also schnell wieder rein ins Boot. Das fanden die beiden aber auch nicht so gut – nur weil so ein bis zwei Eimer Wasser mit mir reinkamen – die wissen auch nicht, was sie von mir wollen!

Naja, auf dem Weg zurück bin ich lieber still sitzen geblieben, damit sie nicht so schimpfen.

Wir waren alle ziemlich nass als wir zurück am Auto waren und es fing auch noch an zu regnen. Und wisst ihr, was die größte Gemeinheit war? Die beiden machen es sich mit warmem Kakao und Keksen im Bett gemütlich und ich muss draußen bleiben! Zum Glück bekam ich zum Trost einen eigenen Knochen. Von dem habe ich nichts, aber auch gar nichts, abgegeben. Das haben sie nun davon!

Sturm und Regen am Cabo da Roca und Ferien in Ericeira

Nach dem Ausschlafen packen wir das blaue Auto und starten zu fünft (plus Spike) gen Westen. In Estoril und Carcais bestaunen wir die mondänen Ferienorte und das Spielkasino (von außen) und fahren dann weiter an das Cabo do Roca, den westlichsten Punkt Festlandeuropas. Nur ein paar Inseln liegen noch weiter im Westen.

2.4.2016 Blick von Süden auf das Cabo da Roca
2.4.2016 Blick von Süden auf das Cabo da Roca

Der Kontrast ist faszinierend.

2.4.2016 Cabo da Roca
2.4.2016 Cabo da Roca

Nur wenige km hinter den Strandpromenaden und Hotels erleben wir Natur pur an einer schroffen Steilküste, wo uns die Gischt der heranrollenden Wellen um die Ohren fliegt.

2.4.2016 Damit wir auch wissen, wo wir gewesen sind....
2.4.2016 Damit wir auch wissen, wo wir gewesen sind….

Mit wenigen anderen Touristen stehen wir dort und schauen nach Westen – Nur noch Wasser bis Amerika!

2.4.2016 Ganz schön viel Wasser!
2.4.2016 Ganz schön viel Wasser!

Dann wird es uns aber zu kalt und wir wärmen uns mit einem heißen Kakao im Panoramcafé. Schließlich fahren wir weiter, denn wir benötigen noch einen Campingplatz für heute Nacht. Meine Landkarte ist fast 30 Jahre alt und so sind von dem ersten Platz, den wir anlaufen nur noch Ruinen zu sehen. In Ericeira sind wir dann erfolgreich und stehen auf einem schönen Platz mit Blick auf’s Meer, das zu Fuß in wenigen Minuten zu erreichen ist.

2. - 7.4.2016 Campingplatz Ericeira
2. – 7.4.2016 Campingplatz Ericeira

Torge baut wieder sein Zelt auf und wir machen noch einen Spaziergang an den Strand. Es gibt hier mehrere unbewachte Strände, die von steilen Felsen eingerahmt sind.

5.4.2016 Bei Flut bleibt nicht viel Strand trocken
5.4.2016 Bei Flut bleibt nicht viel Strand trocken

Auch hier ist es noch stürmisch und die Wellen schlagen mit großer Wucht an das Ufer.

3.4.2016 Das Meer tobt!
3.4.2016 Das Meer tobt!

Leider regnet es die nächsten 2 Tage, so dass wir nur kurze Spaziergänge zwischen den Schauern schaffen und ansonsten Karten und anderes spielen.

4.4.2016 Ups! Ein Becher ist umgefallen und die Una-Karten müssen trocknen
4.4.2016 Ups! Ein Becher ist umgefallen und die Una-Karten müssen trocknen
3.4.2016 Beschäftigung bei Regen
3.4.2016 Beschäftigung bei Regen

Aber dann wird es schön und es kommt so ein richtiges Ferienfeeling auf.

5.4.2016 Torge mit Ball und Indo Board
5.4.2016 Torge mit Ball und Indo Board

Wir spielen Wikingerschach und die Kinder auch Fußball, gehen oft an den Strand oder zum Einkaufen und Eissessen in das Städtchen.

6.4.2016 Einkaufstour und Spike bewacht geduldig das Rad
6.4.2016 Einkaufstour und Spike bewacht geduldig das Rad
6.4.2016 Geschützter Badestrand in Ericeira
6.4.2016 Geschützter Badestrand in Ericeira

Einen Abend verbringen Andrea und ich klönend (und ohne lauschende Kinder) in einer Bar und wir können nachmittags in der Sonne sitzen und Kaffee trinken.

5.4.2016 Am Hafen von Ericeira
5.4.2016 Am Hafen von Ericeira
5.4.2016 Kapelle in Ericeira
5.4.2016 Kapelle in Ericeira

Viel zu schnell geht  die Zeit vorbei und am Nachmittag des 7. April machen wir uns wieder auf Richtung Lissabon. Dank Andreas Charme dürfen wir auf einer Tankstelle fast direkt am Flughafen übernachten, so dass die drei am nächsten Morgen früh zu Fuß zu ihrem Flug marschieren können. Traurig nehmen wir schon abends Abschied. Schön war es mit Euch!

Lissabon – die weiße Stadt ist ganz schön bunt!

Am 28.3. erreichen wir Lissabon und quartieren uns auf dem teuren aber gut ausgestatteten  “ Camping Lisboa“ am Stadtrand ein. Es gibt sowohl zum Flughafen als auch in die Innenstadt eine direkte Busverbindung. Letztere probieren Lasse und ich am nächsten Mittag gleich aus und bummeln einmal über den Place de Comercio, hinauf zum Castelo de Jao Jorge und durch das mittelalterliche Viertel wieder hinunter zum Rossio. Dann machen wir uns mit der Metro auf zum Flughafen, wo wir Andrea und ihre Mädels in Empfang nehmen, die die nächsten 10 Tage bei uns bleiben werden.  Torge hat bei soviel Damenbesuch lieber sein Zelt aufgebaut und schläft dort. Lasse fährt früh am nächsten Morgen mit dem ersten Bus zum Flughafen und fliegt dann nach hause. Wir haben es beide sehr genossen, dass er da war. Der Abschiedsschmerz wird durch die Freude über unseren neuen Besuch gemildert. Die nächsten drei Tage erkunden wir mit Bus, Straßenbahn, Fähre, Fahrstuhl, Elevadora und zu Fuß die tolle Stadt.

30.3.2016 Reiterstandbild, Triumpfbogen und Eingang zum Schachbrettviertel
30.3.2016 Reiterstandbild, Triumpfbogen und Eingang zum Schachbrettviertel
30.3.-1.4.2016 Altes Kirchenportal - aber welches??
30.3.2016 Altes Kirchenportal – aber welches??
30.3. - 1.4.2016 Die Katedrale von Sé
30.3.2016 Die Katedrale von Sé
30.3. - 1.4.2016 In der Kathedrale von Sé
30.3.2016 In der Kathedrale von Sé
29.3. - 1.4.2016 Das Kloster der Kathedrale
29.3.2016 Das Kloster der Kathedrale
30,3,2016 - Wie heißen die Dinger noch?
30.3.2016 – Wie heißen die Dinger noch?
30.3.2016 Archäologische Ausgrabungen im Kloster
30.3.2016 Archäologische Ausgrabungen im Kloster
30.3.2016 Auf dem Castelo de Sao Jorge
30.3.2016 Auf dem Castelo de Sao Jorge
30.3.2016 Eine der historischen Straßenbahnen - hier auf Sightseeingtour
30.3.2016 Eine der historischen Straßenbahnen – hier auf Sightseeingtour
30.3.2016 Blick vom Castello auf die Stadt und den Elevador da Bica
30.3.2016 Blick vom Castello auf die Stadt und den Elevador da Bica
31.3.2016 Das Jeronimus Kloster aus der Ferne
31.3.2016 Das Jeronimos Kloster aus der Ferne
31.3.2016 Und auch noch ein paar Türmchen des Jeronimus Klosters
31.3.2016 Und auch noch ein paar Türmchen des Jeronimos Klosters
31.3.2016 Das Portal des Jeronimus Klosters aus der Nähe
31.3.2016 Das Portal des Jeronimos Klosters aus der Nähe
31.3.2016 Der Torre de Belem
31.3.2016 Der Torre de Belem
31.3.2016 Balkon des Torre de Belem
31.3.2016 Balkon des Torre de Belem
31.3.2016 Straßencafés im Schachbrettviertel
31.3.2016 Straßencafés im Schachbrettviertel
31.3.2016 Der Elevador da Bica aus der Vogelperspektive
31.3.2016 Der Elevador da Bica aus der Vogelperspektive
31.3.2016 Picknick vor den Klosterruinen Ruinas do Carmo
31.3.2016 Picknick vor den Klosterruinen Ruinas do Carmo
31.3.2016 Hübsche Häuserfront - und ein Theater für Merle
31.3.2016 Hübsche Häuserfront – und ein Theater für Merle
31.3.2016 Prachtvolle Azujelos an alten Häusern
31.3.2016 Prachtvolle Azujelos an alten Häusern
31.3.2016 Bunte Häuerzeile
31.3.2016 Bunte Häuerzeile
1.4.2016 Mit der Fähre über den Tejo
1.4.2016 Mit der Fähre über den Tejo
1.4.2016 Die Christusstatue - ich durfte unten bleiben....
1.4.2016 Die Christusstatue – ich durfte unten bleiben und eine Galao trinken während die anderen (mit der Kamera) im Fahrstuhl auf die Aussichtsplatzform gefahren sind
1.4.2016 Blick von der Statue auf die Brücke des 25. April
1.4.2016 Blick von der Statue auf die Brücke des 25. April
Das Azujelo-Museum ist im ehemaliges Kloster Madre de Deus untergebracht
1.4.2016 Das Azujelo-Museum ist im ehemaligen Kloster Madre de Deus untergebracht
1.4.2016 Alte Azujelos, die noch restauriert werden sollen, werden in Kisten gelagert
1.4.2016 Alte Azujelos, die noch restauriert werden sollen, werden in Kisten gelagert
1.4.2016 Ein Riesenpuzzle ---
1.4.2016 Ein Riesenpuzzle —
1.4.2016 Ein meterlanges Stadtpanorama aus der Zeit vor dem großen Erdbeben in Lissabon (1755)
1.4.2016 Ein meterlanges Stadtpanorama aus der Zeit vor dem großen Erdbeben in Lissabon (1755)
1.4.2016 Detail der Stadtansicht
1.4.2016 Detail der Stadtansicht
1.4.2016 Die ältesten Azujelos zeigen nur Ornamente
1.4.2016 Die ältesten Azujelos zeigen nur Ornamente
1.4.2016 Auch Reliefs sind dabei
1.4.2016 Auch Reliefs sind dabei
1.4.2016 Aber das allermeiste sind christliche Motive aus Kirchen
1.4.2016 Aber das allermeiste sind christliche Motive aus Kirchen

Am 2. April verlasssen wir Lissabon Richtung Küste.